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"komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft" - ein Projekt zur Stärkenentdeckung, Berufsorientierung und Lebensplanung für Jugendliche ab der 6. Klasse, deren Lehrkräfte und Eltern

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Jung fand vom 06. bis 07.10.2009 das Pilotprojekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ in Leipzig statt.  "komm auf Tour" ermöglicht insbesondere sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen und Hauptschulbildungsgängen ab Klasse 6/7 ein frühzeitiges, erlebnisorientiertes Entdecken ihrer Stärken und Interessen. Das in dieser Form bundesweit einzigartige Angebot verbindet geschlechtersensibel die persönliche Auseinandersetzung mit dem möglichen Ausbildungs- und Lebensweg.

Der 500 Quadratmeter große Parcours, aufgebaut im Leipziger Felsenkeller, bot sechs Stationen für eine aktive Entdeckungsreise: vom Reiseterminal ging es über die sturmfreie Bude ins Labyrinth und vom Zeittunnel über die Bühne hin zur Auswertung unter dem ‚Lebensmobile’. Bei der Durchquerung brachten die Schülerinnen und Schüler persönliche Interessen ein und entwickelten spielerisch Ideen zur Gestaltung der eigenen Zukunft. Auch die Kommunikationsfähigkeit zum Thema Freundschaft, Sexualität und Verhütung war ein zentraler Aspekt des Parcours. Die Jugendlichen erfuhren sich in ungewohnten Rollen, gewannen Selbstvertrauen und entdeckten ihr individuelles Potential. Dabei sammelten sie ‚Stärkepunkte’, die am Ende des Parcours einen Hinweis darauf lieferten, welche Berufsfelder zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen.

Mit dem Angebot sollte bereits frühzeitig die Zusammenarbeit von Schulen, Eltern und außerschulischen Partnern der Berufsorientierung und Lebensplanung gefördert werden. Im Rahmen eines Informationsabends waren Eltern in den Erlebnisparcours eingeladen, um regionale Beratungsstellen und Informationsmöglichkeiten kennen zu lernen. Lehrkräfte erhielten in einem Workshop und mit dem Lehrkräfteservice während des Pilotangebotes Impulse für die Vorbreitung des Parcoursbesuchs und die nachhaltige Weiterführung und Vertiefung der Thematik.

Das Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurde bislang in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Brandenburg und der Bodenseeregion erfolgreich umgesetzt. Zur Leipziger Pilotveranstaltung, die von der Koordinierungsstelle „Regionales Übergangsmanagement Leipzig“ initiiert wurde, luden das Sächsische Staatsministerium für Kultus sowie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit ein. Intention war es, das Projekt auf der Landesebene bekannt zu machen und von Leipzig aus auf ganz Sachsen zu übertragen. So kann ein Regelinstrument zur Berufsorientierung beginnend ab Klassenstufe 6/7 für Sachsen geschaffen werden, welches die bestehenden Elemente der sächsischen Strategie zur Berufsorientierung optimal ergänzt.


Folgende regionale Akteure der Berufsorientierung und Lebensplanung arbeiteten im Projekt „Komm auf Tour“ zusammen:

  • Agentur für Arbeit Leipzig
  • Arbeitskreis Sexualpädagogik
  • Gesundheitsamt Stadt Leipzig – Arbeitskreis Suchtprävention
  •  Handwerkskammer zu Leipzig
  • Industrie- und Handelskammer zu Leipzig
  • Internationaler Bund e. V. Verbund Leipzig
  • Jugendamt Stadt Leipzig – Kinder- und Jugendschutz
  • Jugendteam im JobClub der ARGE Leipzig
  • Koordinierungsstelle Berufswahlpass/LSJ Sachsen e. V.
  • Plan L
  • Regionalinitiative der Landesservicestelle Schule-Wirtschaft Sachsen – B.O.S.S. Mitteldeutschland
  • Sächsische Bildungsagentur - Regionalstelle Leipzig
  • u. a.

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